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Bettina Post Category: Moderne Handanalyse

Bettina Johanna

Pascal Stössel – The Handman: Pionier der modernen Persönlichkeitsanalyse

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Pascal Stössel Gründer, Leiter, Autor und Dozent des International Institute of Handanalysis (IIHA) in der Schweiz / Europa

Pascal Stössel – einst Schüler von Richard Unger – hat dessen Ansätze nicht nur übernommen, sondern vor allem weiterentwickelt und tiefgehend erforscht. Auch unter dem Namen „The Handman“ bekannt, ist er einer der führenden Handanalytiker im deutschsprachigen Raum. Geboren 1965, hat er inzwischen über 30.000 Hände analysiert und ist regelmäßig in Medien präsent. Dabei führt er auch sogenannte „Blindreadings“ durch, bei denen er die Hände von Prominenten liest, ohne zu wissen, wessen Hand es ist. Seine erste Handanalyse im Jahr 1994 prägte ihn nachhaltig. Je mehr er sich mit den Zeichen in der Hand beschäftigte, desto klarer wurde ihm, dass er sein immer intensiver gelebtes Hobby zu seinem Beruf machen wollte. 1999 zog er nach Kalifornien, um sich am International Institute of Hand Analysis (IIHA) unter der Leitung von Richard Unger ausbilden zu lassen. Seit 2001 baut Pascal Stössel das IIHA in der Schweiz und Europa auf und bietet zusammen mit seinem Team Beratungen, Schulungen und Event-Handlesen an.

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Ich glaube immer mehr der Hände – als den Worten des Menschen

Er versteht Handanalyse nicht als Wahrsagung, sondern als Persönlichkeitsanalyse: Sie zeigt Charakter, Potenziale und unbewusste Motivationen auf, ohne die Zukunft vorherzusagen. Für ihn ist die Handanalyse ein Werkzeug zur Selbstentdeckung, um Blockaden zu erkennen, Stärken zu fördern und ein authentischeres Leben zu führen. Pascal Stössel ist zudem Mitautor von Schulungsmaterialien der LifePrints®-Methode von Richard Unger und distanziert sich klar von esoterischer Wahrsagerei.

Als Vision sieht Pascal Stössel, dass das Handlesen Eingang in die schulische Ausbildung findet, damit die nächste Generation von den vielen positiven Aspekten der Handanalyse profitieren kann. Lieber eine Stunde pro Woche weniger klassische und dafür eine Stunde mehr menschliche Chemie, so dass der Umgang mit dem Wunder Leben, mit sich selbst und anderen wieder mehr Wichtigkeit bekommt. Ob das ein gewagter Wunsch bleibt oder Wirklichkeit wird – Pascal Stössel bleibt dran, denn schlussendlich ist der Weg das Ziel.

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Richard Unger – Die Revolution der Life-Prints®

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Richard Unger
Gründer, Leiter, Dozent und Autor des International Institute of Handanalysis

Es begann mit dem Buch „Book of Fate and Fortune von Cheiro“ in einem Café zufällig in die Hände fiel

Richard Unger arbeitete nach seinem Anglistikstudium als Finanzplaner. Seine Passion für die Handanalyse wurde ausgelöst, als ihm das Buch „Book of Fate and Fortune“ von Cheiro in einem Café zufällig in die Hände fiel. Ein Moment, der eine Wende in seiner beruflichen Laufbahn markierte. Als faszinierter Autodidakt liess ihn das Thema nicht mehr los und er machte sein Hobby zu seinem Beruf, las selbst Hände, forschte und entwickelte sich weiter. 1969 begann Richard seine Karriere als Dozent. Er unterrichtete Handanalyse an der Suny Binghampton Universität in New York und am Esoteric Philosophy Center in Houston in Texas.

1985 eröffnete Richard Unger ein Ausbildungszentrum eigens für die Vermittlung der Handanalyse und gründete das International Institute of Handanalysis in Marina/Kalifornien.

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What`s in your hands – is in your life

Die grosse Errungenschaft Richard Ungers ist die Entwicklung eines Systems zum Lesen von Fingerabdrücken, welches die traditionelle Handanalyse in ihrer Aussagekraft erweitert und bereichert hat. Vor seiner Zeit wurden Fingerabdrücke nur rudimentär oder gar nicht gelesen. Unger betrat also fast Neuland als er 1975 damit begann, die Fingerabdrücke seiner Klienten auszuwerten und ergänzend dazu medizinische Literatur zum Thema Fingerabdrücke zu bearbeiten. Nach Jahren des Forschens machte er 1979 eine bahnbrechende Entdeckung: Er erkannte ein System zur Lesbarkeit der 10 Fingerabdrücke in ihrer Gesamtheit und entwickelte die IIHA Methode des Fingerabdruck-Codes. Er hat die Methode seither an tausenden von Fallbeispielen sowie in Zusammenarbeit mit Psychologen erprobt und erfolgreich weiter entwickelt. 2008 hat er sein Lebenswerk in einem Buch veröffentlicht: „Lebensabdruck: Was Fingerabdrücke über den Lebensweg verraten“ – Englisch: „Life Prints: Deciphering Your Life Purpose from Your Fingerprints“ und damit für die moderne Handanalyse einen innovativen und bedeutenden Beitrag geleistet.

Richard Unger hat mittlerweile über 56’000 Handanalysen gemacht. Er vermittelt seinen modernen Ansatz der Handanalyse in Vorträgen, Workshops und einer mehrjährigen Ausbildung. In regelmässigen Medien-Auftritte in Europa, Kanada und in den USA berichtet er über sein Schaffen und die Innovationsleistungen seines International Institute of Handanalysis.

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D’Arpentigny – Der Urvater der Handformen-Analyse

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Casimir Stanislas D’Arpentigny, 1791–1861, war ein französischer Pionier der Chiromantie. Der Erste, der die traditionelle Kunst des Handlesens systematisch und strukturiert auf psychologische und charakterliche Aspekte ausrichteten.

Die Grundlagen der psychologischen Handanalyse

Casimir Stanislas D’Arpentigny (1791–1861) war ein französischer Pionier der Chiromantie und der erste, der die traditionelle Kunst des Handlesens systematisch auf psychologische und charakterliche Aspekte ausrichtete. Er gilt als zentrale Figur der modernen, psychologisch orientierten Handanalyse. Anders als viele klassische Handleser, die sich vor allem auf Linien, Vorhersagen oder Wahrsagung konzentrierten, legte D’Arpentigny den Fokus auf die Charakterstruktur, Potenziale und die individuelle Ausdruckskraft der Hand. Sein Ansatz basiert auf der Beobachtung, dass jede Hand einzigartig ist und dass aus Form, Proportionen von Fingern und Handflächen, Spannung im Gewebe sowie Linienführung Rückschlüsse auf Persönlichkeit, Verhalten und Talente gezogen werden können. Dabei betrachtete er die Hand als Ganzes, in der sich psychologische und energetische Muster spiegeln.

D’Arpentigny führte ein Konzept ein, das die Hände nach Elementen und deren Kombinationen analysierte. Er sah die Hand als „Lesebuch der Persönlichkeit“, das oft mehr verrät als Worte oder Selbstauskünfte. Seine Arbeit war stark praxisorientiert: Durch genaue Beobachtung und systematische Analyse wollte er ein verlässliches, reproduzierbares Verfahren schaffen, das sowohl für professionelle Analysen als auch für therapeutische Arbeit genutzt werden kann. Besonders charakteristisch war sein Verständnis für die Komplexität der Hände. Er erkannte früh, dass einfache Klassifikationen nicht ausreichen, um die Feinheiten der Persönlichkeit zu erfassen, und legte deshalb großen Wert auf die Verbindung von Linien, Formen, Spannung, Hautstruktur und Beweglichkeit.

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Von Unger zu Stössel – Weiterentwicklung der Elementekombinationen

Andere Denker wie Gardner und Anelog (Pseudonym von Tammo de Jongh) forschten ebenfalls an den Elementen, allerdings nicht im klassischen Sinne des Handlesens. Sie entwickelten eher psychologische oder symbolische Typologien („Natural Psychology“) und sprachen über Archetypen und „elementale Seelentypen“, nicht über Linienlesen. Richard Unger griff die vier klassischen Elemente auf und begann mit sechs Kombinationen, wobei er sich von Gardner und Anelog inspirieren ließ. Gardner, ein Schüler von Anelog, hatte dessen Arbeit übernommen und unter eigenem Namen veröffentlicht; Unger las dieses Werk und entwickelte daraus seine eigene Methode. Anders als bei D’Arpentigny ging es hier nicht um die Handform selbst, sondern um die Kombinationen der vier Elemente und deren Bedeutung.

Jahre später entwickelte Pascal Stössel weitere sechs Element-Kombinationen, um beispielsweise den Unterschied zwischen einer Erd-Feuer-Hand und einer Feuer-Erd-Hand deutlich zu machen, und schuf daraus neue Archetypen. Diese zwölf Kombinationen plus vier Dreierkombinationen werden ausschließlich am IIHA Schweiz gelehrt. Andere Schulen bleiben entweder bei den vier Elementen oder bei Ungers sechs Kombinationen und vertiefen diese nur oberflächlich. 

Stössel arbeitete über zehn Jahre an den Schulungsunterlagen und entwickelte einen Ansatz, der deutlich über die Originalmethoden hinausgeht. So verbinden sich die historischen Grundlagen von D’Arpentigny über Ungers Weiterentwicklung und Stössels Forschung zu einem umfassenden, tiefgehenden Handanalyse-System, das psychologisch fundiert und praktisch anwendbar ist.

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Bettina Johanna

20. Jahrhundert – Psychologische und wissenschaftliche Entwicklung

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Cheiro, William Benham & Carl Gustav Jung – Moderne Chirologie – Entwicklung durch Persönlichkeitsanalyse
Richard Unger & Pascal Stössel – Innovation – durch psychologische Tiefe und lebenspraktische Persönlichkeitsentwicklung

Handanalyse im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert

Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die Handlesekunst in Europa einen neuen Aufschwung. Ursache hierfür war das wachsende Interesse an okkulten und esoterischen Themen, insbesondere an den fernöstlichen Traditionen des Buddhismus und Hinduismus. Yogis und Swamis aus Indien hielten Vorlesungen an europäischen und amerikanischen Hochschulen, Organisationen wie die Theosophische Gesellschaft (1875 in New York gegründet) oder die Anthroposophie (1912 in Köln gegründet) erhielten regen Zulauf, und 1913 wurde Rabindranath Thakur als erstem Asiaten der Literaturnobelpreis verliehen.

In dieser kulturellen Aufbruchstimmung entstanden neue wissenschaftliche Disziplinen wie die Tiefenpsychologie und Psychoanalyse, begründet von Sigmund Freud (um 1890) und ab 1912 weiterentwickelt von C. G. Jung. Jung (1875–1961) zeigte besonderes Interesse an ehemals als „unwissenschaftlich“ abgetanen Wissensgebieten, darunter Alchemie, Astrologie und Chirologie. Er ließ sich selbst Handabdrücke nehmen und verfasste das Vorwort zu Julius Spiers Werk „Die Hände der Kinder“ (postum 1944), das den Zusammenhang zwischen Handmerkmalen und psychischen Störungen bei Kindern untersucht.

Der Ire Cheiro (1866–1936), geborener William John Warner, arbeitete als Hellseher, Chirologe, Numerologe und Autor. Unter dem Pseudonym Cheiro „von Chiromancy“ verband er Handlesekunst, Numerologie und Astrologie zu einem System der Vorhersage. Er bereiste die Welt, las die Hände zahlreicher prominenter Persönlichkeiten und gilt als einer der erfolgreichsten Handleser seiner Zeit.

Ganz anders der Amerikaner William Benham, der sich schon mit 13 Jahren für die Chiromantie begeisterte und 1900 sein Buch „The Laws of Scientific Handreading“ veröffentlichte. Ziel war, Handlesen aus dem Bereich des Aberglaubens in den Bereich der Wissenschaft zu überführen.

Bettina Johanna

Weitere bedeutende Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts 

• Ernst Issberner-Haldane (1866–1966), der Chirologie mit Astrologie verband und neue Erkenntnisse einbrachte.

• Noel Jaquin (1893–1974), der über 30 Jahre lang Publikationen zur medizinischen Handanalyse veröffentlichte.

• Beryl Hutchinson MBE (1891–1981), Präsidentin der „Society for the Study of Physiological Hand Analysis“, widmete ihr Leben der Handlesekunst.

• Charlotte Wolff (1897–1986), Ärztin und Sexualwissenschaftlerin, führte psychologische Handdiagnosen durch und veröffentlichte mehrere Bücher.

• Marianne Raschig, die zwischen 1924 und 1935 über 2.500 Handabdrücke bekannter Persönlichkeiten sammelte.

• Fred Gettings (*1937), der ein System zur Bestimmung der Handform auf Basis der Vierelementelehre entwickelte.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts halfen empirische Studien, die Chirologie von ihrem unseriösen Ruf zu befreien.

Eine bedeutende Neuerung brachte der amerikanische Chirologe Richard Unger (*1948) mit seinem System „LifePrints“ (gegründet 1985), das die Analyse der Fingerabdruckmuster (Dermatoglyphen) mit der traditionellen Chirologie verbindet. Damit lassen sich charakterliche Anlagen, Lebenszweck und Lebensthema eines Menschen bestimmen. Unger entwickelte spezifische Zeichengruppen, Begabungszeichen und Spannungsfelder, um eine tiefgehende psychologische Analyse der Hände zu ermöglichen. Über 60.000 Hände hat er im Laufe von vierzig Jahren analysiert; 2007 erschien sein Buch „LebensAbdruck: Was Fingerabdrücke über den Lebensweg verraten“.

In Europa setzte Ungers Schüler Pascal Stössel (*1965), Gründer des IIHA Schweiz, diese Arbeit fort. Seit 2001 führte er die offizielle Ausbildung des International Institute of Hand Analysis (Level 1–3) nach Europa. Stössel entwickelte das handanalytische Coachingmodell, kombiniert mit gewaltfreier Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, und führte die körperliche Erfahrung der Handzeichen, das sogenannte „Handspiel“, ein. Veranstaltungen wie das Event-Handlesen „HANDFEST“ und „Blindreadings“ mit Prominenten machen die Handlesekunst auch einem breiten Publikum zugänglich.

Stössel bildet zahlreiche Handanalytiker aus und hat die moderne psychologische und seelenorientierte Handanalyse entscheidend geprägt. Eine seiner Schülerinnen, Daniela Maiwald (*1967), arbeitet zusammen mit dem Religionsphilosophen Ronald Zürrer (*1961) an einer Integration der Handlesekunst in ein höherdimensionales, theistisches Weltverständnis, das die Gesetze von Karma und Dharma berücksichtigt.

Pascal Stössels Vision ist der Aufbau einer Komplementär-Schule mit eigenen Lehrern, die Handanalyse in Zusammenarbeit mit Therapeuten und Psychologen praxisnah und lebensfördernd vermittelt. Ziel ist es, Menschen zu einem bewussten, authentischen und erfüllten Leben zu begleiten.

Die Weiterentwicklungen von Richard Unger und Pascal Stössel sind eigenen Blogbeiträgen gewidmet.

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